7. ViVe - Jahrestagung

Im Romaneum Neuss vom 18.11.16 bis 20.11.16. Auch in diesem Jahr hat die Vivaristische Vereinigung ein spannendes Programm für Sie bereitgestellt. Ein gelungener Querschnitt durch die Vivaristik wird Sie begeistern.

» Weiterlesen...

ViVe - Das Magazin

Jetzt bestellbar!

Einzelne Ausgaben unserer Vereinszeitschrift "ViVe - Das Magazin" können nun gegen eine Verwaltungspauschale von 5€ in Briefmarken pro Heft in der Geschäftsstelle anfordert. Eine Übersicht aller Hefte und Inhaltsverzeichnisse gibt es hier.

» Weiterlesen...

Sachkunde-Nachweis

Der Nachweis vorhandener Sachkunde ist eines unserer stärksten Argumente gegen ein drohendes Haltungsverbot! Daher führt die Vivaristische Vereinigung e. V. als Mitglied des BNA Schulungen und Prüfungen für private Halter durch.

» Weiterlesen...

Bonn/Berlin, 11. November 2016: Die Flunder (Platichthys flesus) wird
Fisch des Jahres 2017. Die Plattfischart wurde gemeinsam vom Deutschen
Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in
Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zum Fisch des
Jahres 2017 gewählt. Die Flunder ist ein ausgesprochen wanderfreudiger
Fisch, der als Jungfisch teilweise vom Meer in die Flüsse einschwimmt.

"Mit der Flunder als Fisch des Jahres 2017 wollen wir gemeinsam darauf
aufmerksam machen, dass die Meere und Flüsse untrennbare Lebensräume
darstellen und vielen Fischarten durch Querbauwerke wie zum Beispiel
Wehre die natürlichen Wandermöglichkeiten genommen werden", so die
Präsidentinnen des DAFV, Dr. Christel Happach-Kasan und des BfN, Prof.
Dr. Beate Jessel, in einer gemeinsamen Erklärung. Zudem werde mit der
Wahl auf die Verschmutzung der Lebensräume in Küstennähe, die Gefahr von
Überfischung durch die Berufsfischerei und die Gefährdung durch
Ausbaggerung der Flüsse hingewiesen, so die Expertinnen weiter. Denn von
den Veränderungen der Lebensräume durch Ufer- und Querverbauungen,
Regulierungsmaßnahmen oder Schadstoffbelastungen ist nicht nur die
Flunder, sondern sind auch viele andere Fischarten und aquatische
Lebewesen betroffen.

Hintergrund
Die Flunder ist primär eine marine Fischart, die entlang der gesamten
europäischen Küsten verbreitet ist. Sie ist nachtaktiv und gräbt sich
tagsüber in Sand, Schlamm oder Schlick ein, sodass nur die Augen
herausschauen. Sie frisst im marinen Bereich überwiegend Asseln, Würmer
und Weichtiere, im Süßwasser Zuckmücken- und andere Insektenlarven. Zum
Laichen wandern Flundern in tiefere Meeresgewässer, wo sie von Januar bis
Juni ablaichen. Die erwachsenen Tiere verbleiben anschließend im
Salzwasser und kehren nicht in Brackwasser- und Süßwasser-Habitate
zurück.

Die Larven leben anfangs im Freiwasser und verdriften mit der Strömung an
die Küsten. Ein Teil davon beginnt später in die Flüsse einzuwandern. Die
Umwandlung in einen Plattfisch erfolgt bei einer Larvenlänge von etwa
sieben bis zehn Millimeter. Die Augen wandern dann auf eine Seite des
Körpers, bei der Flunder zu zwei Dritteln aller Exemplare auf die rechte
Körperseite. Erst nach der Vollendung zum ungefähr 1 cm großen Plattfisch
gehen die Tiere vollständig zum Bodenleben über.

Der Körper der Flunder ist seitlich abgeflacht und asymmetrisch
aufgebaut, da beide Augen auf der gleichen Körperseite liegen. Flundern
werden 20 bis 30 Zentimeter lang und haben ein durchschnittliches Gewicht
von ca. 300 Gramm. In Ausnahmefällen werden sie bis zu 50 Zentimeter lang
bei einem Gewicht von zwei bis drei Kilogramm. Eine Flunder kann bis zu
20 Jahre alt werden.

Von anderen Plattfischen wie Scholle oder Kliesche unterscheidet sich die
Flunder durch ihre raue Haut, die sich beim darüberstreichen anfühlt wie
Schmirgelpapier. Wenn man in einem Fluss auf einen Plattfisch trifft,
handelt es sich immer um eine Flunder, denn nur dieser Plattfischart ist
es möglich im Süßwasser zu überleben.

Die Flunder ist zwar nicht akut bestandsgefährdet, aber in den
Fließgewässern findet man sie flussaufwärts nur noch bis zur ersten
Querverbauung, da geeignete Fischaufstiegseinrichtungen meist fehlen.

In früheren Zeiten sind einzelne Flundern zur Nahrungssuche sogar mehrere
hundert Kilometer weit in die Flüsse aufgestiegen. Aufgrund der
Wasserverschmutzung waren lange Zeit keine Flundern mehr in den Flüssen
zu finden. Mittlerweile werden jedoch wieder vereinzelt Flundern in den
Flüssen beobachtet, im Rhein tritt sie seit Ende der 1980er Jahre
regelmäßig auf.

Bildmaterial:
Beide Fotos können auf Wunsch digital zur Verfügung gestellt werden,
bitte wenden Sie sich an das Pressereferat des BfN. Der Kontakt:
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. bzw. 0228/8491-4444.

Die Fotos dürfen unter Nennung des Bildautors (© Mario Merkel) und nur im
Zusammenhang mit der Pressemitteilung zum Fisch des Jahres honorarfrei
verwendet werden.

Weitere Informationen erhalten Sie:

Deutscher Angelfischerverband e.V.

www.dafv.de

Bundesamt für Naturschutz

www.bfn.de