7. ViVe - Jahrestagung

Im Romaneum Neuss vom 18.11.16 bis 20.11.16. Auch in diesem Jahr hat die Vivaristische Vereinigung ein spannendes Programm für Sie bereitgestellt. Ein gelungener Querschnitt durch die Vivaristik wird Sie begeistern.

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ViVe - Das Magazin

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Einzelne Ausgaben unserer Vereinszeitschrift "ViVe - Das Magazin" können nun gegen eine Verwaltungspauschale von 5€ in Briefmarken pro Heft in der Geschäftsstelle anfordert. Eine Übersicht aller Hefte und Inhaltsverzeichnisse gibt es hier.

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Sachkunde-Nachweis

Der Nachweis vorhandener Sachkunde ist eines unserer stärksten Argumente gegen ein drohendes Haltungsverbot! Daher führt die Vivaristische Vereinigung e. V. als Mitglied des BNA Schulungen und Prüfungen für private Halter durch.

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Im Tiergarten Schönbrunn ist 2011 die Welterstnachzucht der Winkerfrösche gelungen. Nun präsentiert der Zoo spannende Forschungsergebnisse zu diesen Amphibien. Das Besondere an Winkerfröschen ist, dass sie mit akustischen und visuellen Signalen kommunizieren. Da sie an laut rauschenden Wasserfällen leben, rufen sie nicht nur wie andere Frösche, sondern die Männchen heben zusätzlich die Hinterbeine und zeigen dabei ihre hell gefärbten Füße. Diesem Winken verdanken sie ihren Namen. Die neuen Forschungsergebnisse des Tiergartens und der Universität Wien zeigen nun, dass diese Winksignale hormongesteuert sind. Androgene Hormone - körpereigene Sexual-Botenstoffe - beeinflussen die optische Kommunikation von Winkerfröschen.

Dem Team rund um Doris Preininger vom Tiergarten Schönbrunn ist es in Zusammenarbeit mit den Physiologen Lisa Mangiamele (Smith College, USA) und Matt Fuxjager (Wake Forest University, USA) gelungen nachzuweisen, dass Winkerfrösche, die Testosteron erhalten, mehr winken, aber nicht mehr rufen. Die Forscher konnten auch zeigen, dass bei Winkerfröschen die Expression von Androgen-Rezeptoren im Hinterbein 10 mal so hoch ist, als bei zwei anderen Froscharten, die nicht winken: dem Leopardfrosch und dem Afrikanischen Krallenfrosch. Das bedeutet, bei Winkerfröschen können Hormone vermehrt in der Beinmuskulatur gebunden werden, wodurch Signalprozesse ausgelöst werden. Im Vokaltrakt, der die Rufe produziert, konnten keine Unterschiede zwischen den Froscharten gefunden werden.
 
Tiergartendirektorin Dagmar Schratter zeigt sich von den Forschungsergebnissen beeindruckt: „Es ist bekannt, dass viele Tiere ihren Artgenossen mit Bewegungen bunte Signalfärbungen präsentieren. Wie diese Gesten im Laufe der Evolution in das Signal-Repertoire der Tiere einbezogen wurden, ist jedoch meist unklar. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Entwicklung des Winkens bei Fröschen durch evolutionäre Veränderungen der Hormonsensitivität in den Muskeln gelenkt wird.“
 
Detaillierte Ergebnisse der Studie können im Journal “Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America” nachgelesen werden:
Der Artikel “Increased androgenic sensitivity in the hind limb muscular system marks the evolution of a derived gestural display” wird auch online publiziert unter: http://www.pnas.org/content/early/recent
 
Foto zur honorarfreien Verwendung: Tiergarten Schönbrunn/Doris Preininger
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass eine Verwendung des Fotos ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Presseaussendung unter Urhebernennung erfolgen darf.
 
Rückfragehinweis:
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Tel: +43 1 8779294 – 260 Johanna Bukovsky
                  oder  – 324 Barbara Feldmann
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PRESSEINFORMATION 03-05-2016